Home Aktuelles Meldung

FRANKFURT: Sicherheit? Aber sicher!

11.04.2018

Das lateinische Wort sēcūritās für Sicherheit geht laut Wörterbuch zurück auf die Wortteile sēd „ohne“ und cūra „Sorge“. Doch was haben die alten Römer mit der Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik Light + Building des Jahres 2018 zu tun? Ohne Sorge möchten die Besucher der Messe und Nutzer der Produkte auch um ihr Haus und ihre Gesundheit sein. Wie Sorglosigkeit  in modernen Gebäuden möglich ist, zeigten die Sonderschau „SECURE! Connected Security in Buildings“ aber auch etliche Aussteller an ihrem Stand.

Die DEUTSCHE WOHNWERTE hat die Light + Building besucht und sich über die Trends der Branche informiert. Die wichtigsten Neuerungen stellen wir in einer kurzen Serie von Artikeln vor. Im dritten und letzten Teil geht es um Sicherheit – sowohl von Daten als auch von Personen in Gebäuden.

Messe positioniert sich

„Vernetzt – sicher – komfortabel“ lautete das diesjährige Motto der Light + Building auf der über 2.700 Aussteller aus 55 Ländern ihre Weltneuheiten präsentierten. Rekord! Und Zeit für die Messe, sich zu positionieren. Erstmals wurde die Haus- und Gebäudeautomation mit der elektronischen Sicherheitstechnik zu einem Zentrum der integrierten Gebäudetechnik verschmolzen.

Woher rührt der Trend? Die Nachfrage schafft in dem Fall das Angebot, denn Sicherheit ist letztlich unverzichtbar für neue Arbeits- und Wohnkonzepte in smarten Gebäuden. Bedingt durch den digitalen Wandel verändern sich die Prozesse im Gebäudemanagement. Die Nachfrage nach elektronischer Sicherheitstechnik steigt schon seit Jahren.

Ein Mehr an Sicherheit entsteht jedoch nicht durch die bloße Anwendung der Sicherheitstechnik allein. Erst die Vernetzung sicherheitstechnischer Einrichtungen untereinander und mit der gesamten Gebäudetechnik führt zu einem smarten Gebäude und damit zu einem Mehrwert für Betreiber und Nutzer.

Bedenken gegenüber Datensicherheit und Datenschutz

Sensoren der Sicherheitstechnik bieten ganz neue Möglichkeiten zur Datenerhebung. Sensoren werden immer intelligenter, kleiner und preiswerter, sodass zukünftig völlig neue Anwendungen möglich sein werden. Mit dem „Internet of Things“ (IoT) wird die Datennutzung noch steigen – aber auch immer mehr Daten erhoben, gespeichert und verarbeitet.

Dem Schlagwort Big Data folgt das Schlagwort Datensicherheit so sicher wie der Abend dem Tag.  Sicherheitseinrichtungen schützen Menschen und Sachwerte und müssen jederzeit zuverlässig funktionieren. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen bei der Vernetzung, insbesondere bei Datenübertragungen über unsichere IP-Netzwerke wie dem Internet. Aktuell hemmen Sicherheitsbedenken der Nutzer hinsichtlich fehlendem Datenschutz oder Cyber-Eindringlingen noch den Einsatz smarter Technologien. Auf der Light + Building ist man sich bewusst, dass sich sichere Übertragung, zuverlässige Authentifizierung und Schutz vor Cyberangriffen erst mit europaweiten Normen und herstellerübergreifenden Standards realisieren lassen. Diese gilt es schnell durchzusetzen.

Optische dynamische Fluchtweglenkung

Trotz aller Bedenken gegenüber der Datensicherheit ist der Trend zu Tür- und Fenstersensoren, Bewegungsmeldern und Zutrittskontrollen erkennbar. Aber auch Sicherheit im Brandfalle wird groß geschrieben. Zum einen rüsten Bewohner mit Rauchabzugsanlagen und vernetzte Warnsysteme auf. Zum anderen denken auch die Gebäude künftig im Brandfalle mit.   

Die optische dynamische Fluchtweglenkung ist beispielsweise eine Ergänzung zu einer klassischen Not- und Sicherheitsbeleuchtung. Sie sorgt im Brandfall dafür, dass Personen auch bei dichtem Rauch den richtigen Weg einschlagen. Brennt es also auf dem kürzest möglichen Fluchtweg, den die statischen Hinweisschilder anzeigen, leitet das dynamische System die Flüchtenden zunächst weg vom Rauch und dann sicher nach draußen. Dabei ist künftig nicht die kürze des Rettungsweges entscheidend sondern nur die gute alte sēcūritās, die Sicherheit.

 

Fotos: Messe Frankfurt GmbH / Light + Building

Zurück